Choreografie des Chaos

Bühnen im Nordosten vor großen Veränderungen

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Alle gegen alle? Aus Kostengründen will die Regierung von Mecklenburg-Vorpommern die Bühnen im Land zu Fusionen zwingen. Das sorgt immer wieder für Ärger.

Ausweichquartier: Ein Theaterzelt ersetzt derzeit das baufällige Große Haus des Rostocker Volkstheaters.

Eigentlich ist das Land ja einig: Es müssen, so erklärte vor der Wahl nicht nur die Opposition, die Löhne steigen in Mecklenburg-Vorpommern. Nicht gelten soll das aber offenbar bei Musikern, Tänzern und Schauspielern im Nordosten. Gerade erst hat die Rostocker Bürgerschaft Einschnitte für die Beschäftigten am Volkstheater beschließen müssen. Als letztes Haus hatte die Bühne nach Tarif bezahlt. Jetzt regiert auch hier ein knapper »Haustarif«.

Diese Finanzknappheit hat Methode: Schon seit den 1990er Jahren stagnieren die Landeszuschüsse für Theater bei jährlich knapp 36 Millionen Euro - bei steigendem Preisniveau bringt das Jahr für Jahr eine Kürzung mit sich. Im Herbst drohte gar die Insolvenz des Schweriner Theaters, sozusagen direkt vor den Augen des gegenüber liegenden Landtags.

Vier Theaterzentren

»Theatertraditionen« und »Theaterlandschaft« will auch die Landesregierung »erhalten«. Ex-Kultusminister Henry Tesch (CDU) hatte...

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