Werbung

Baath vor der Spaltung?

Aufruf zur Trennung von Führung in Syrien

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad droht Ungemach aus den Reihen der regierenden Baath-Partei.

London/Kairo (dpa/nd). In einer Erklärung, die am Montag der Nachrichtenagentur dpa in London zuging, rufen namentlich nicht genannte Mitglieder der Partei ihre Genossen auf, sich von der Führung der Partei zu distanzieren und sich einer »Neuen Baath-Partei« anzuschließen. Diese neue Partei wolle unter dem Motto »Nationale Einheit - Demokratie - Befreiung« zu den ideologischen Wurzeln der arabisch-sozialistischen Baath-Partei zurückkehren. Sie unterstütze die Forderung der Protestbewegung nach einem »Systemwechsel«.

Seit Beginn der Massenproteste gegen Assad im vergangenen März sind Tausende von Soldaten desertiert. Anders als im Libyen-Konflikt haben sich jedoch bislang nur sehr wenige Funktionäre von Assad losgesagt. Ein hochrangiger Beamter, der sich kürzlich nach Kairo abgesetzt hatte, behauptet jedoch, viele Regierungsmitglieder lehnten die Gewalt der zum Teil von Assads Verwandten befehligten Einheiten der Sicherheitskräfte gegen die Zivilbevölkerung ab. Sie wagten es jedoch aus Angst um ihre Familien nicht, sich vom Präsidenten abzuwenden.

Derweil erntet die Arabische Liga für ihren Beobachtereinsatz in Syrien Kritik. Aus der Protestbewegung hieß es am Montag, die Beobachter seien mit ihrem Versuch, das Blutvergießen in Syrien zu beenden, gescheitert. Die Liga solle das Syrien-Dossier deshalb möglichst schnell an den Sicherheitsrat übergeben, »damit internationales Recht für den Schutz von Zivilisten zur Anwendung kommt«.

Ein Sprecher des Außenministeriums in Damaskus erklärte hingegen, eine »Internationalisierung« der Krise müsse unbedingt vermieden werden.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!