Eventuell ein neues Kohlekraftwerk

Wirtschaftsminister legt Energiestrategie 2030 vor / Abgeordneter sieht Glaubwürdigkeitsverlust

  • Von Andreas Fritsche und Wilfried Neiße
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Bis zum Jahr 2030 soll der Energieverbrauch in Brandenburg um 23 Prozent sinken und die Hälfte des Stroms soll bis dahin aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden. Der CO2-Ausstoß soll - verglichen mit dem Jahr 1990 - um 72 Prozent sinken. Das sind Ziele der »Energiestrategie 2030«. Wirtschaftsminister Ralf Christoffers und Umweltministerin Anita Tack (beide LINKE) stellten den 54 Seiten umfassenden Entwurf der Strategie gestern vor.

Der Schwerpunkt werde weiter hin zu den erneuerbaren Energien verschoben, erläuterte Christoffers. Von der Geschwindigkeit des Ausbaus der erneuerbaren Energien werde es abhängen, wann auf fossile Brennstoffe wie die Kohle ganz verzichtet werden könne. Damit die Strompreise nicht explodieren, soll die Nutzung der Braunkohle zunächst fortgesetzt werden.

Die Klimaziele Brandenburgs seien ambitioniert, sie orientieren sich an dem Plan, die globale Erwärmung der Erde auf zwei Grad zu begrenzen, bemerkte Um...

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