Trittbrettfahrer eines Skandals

Beispiel Porsche und VW - Bundespräsident garantiert Spekulanten Aufmerksamkeit

  • Von Marian Krüger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mit dem Namen Christian Wulff lässt sich zur Zeit für Aufmerksamkeit sorgen - Beispiel ist der Streit um die VW-Übernahme durch Porsche.

Die Rechtsanwaltskanzlei CLLB, die im Auftrag zahlreicher Banken und Privatinvestoren gegen die Volkswagen-AG und Porsche klagt, hält Bundespräsident Christian Wulff die Verletzung seiner Informationspflichten in seiner früheren Funktion als Aufsichtsratsmitglied von VW vor. Hintergrund sind die inzwischen auf Eis gelegten Pläne des Porsche-Konzerns, VW zu übernehmen. Am 28. Dezember 2011 hat die Berliner Prozessführungsgesellschaft ARFB, an die 67 Investoren ihre Ansprüche abgetreten haben, Schadensersatzerzforderungen von 1,79 Milliarden Euro an Christian Wulff erhoben. Das entspricht in etwa der Summe, auf die Porsche und VW verklagt werden sollen.

Im Oktober 2008 hatte Porsche überraschend mitgeteilt, seinen VW-Anteil auf 75 Prozent aufstocken zu wollen. Zuvor hatte der Konzern dies kontinuierlich dementiert, sich tatsächlich jedoch über den Kauf von VW-Aktienoptionen ein Anrecht gesichert. Porsche hätte, so die Kläger, »heiml...


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