Freiwild für die Konzerne

nd-Solidaritätsaktion: Die Naturschätze Guatemalas nützen vor allem ausländischen Unternehmen

  • Von Willi Volks, INKOTA
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

In Guatemala werden die Menschenrechte der armen, vorwiegend indigenen Bevölkerung häufig verletzt - ob beim Bergbau oder bei Infrastrukturprojekten. Doch es regt sich auch Widerstand, und der zeitigt zuweilen Erfolge. Die COPAE (Kommission für Frieden und Ökologie) hilft dabei.

Der Zugang zu Trinkwasser in San Pablo bleibt vorerst gesichert.

»Gefährliche Kurven, mit dem Motor bremsen!« So auf die Gefahren des Weges hingewiesen, lenkt der Fahrer unseren Wagen aus dem Hochland um San Marcos, der Hauptstadt des gleichnamigen Departamentos im Südwesten Guatemalas, in Richtung Pazifikküste.

Wir verlassen die »Kälte« - immerhin hatten wir früh bei unserer Abfahrt nur zwölf Grad - und nähern uns Orten, bei denen jetzt, zu Beginn der Trockenzeit Anfang Dezember, die Temperaturen auf über 30 Grad steigen.

Vertreibung von Alteingesessenen

Bevor es aber so weit ist, machen wir einen Abstecher in den kleinen Ort San Pablo am Fuße des Hochlands. Dort besuchen wir Kaffeeplantagenarbeiter, die seit einigen Jahren von einem Juristen der INKOTA-Partnerorganisation COPAE (Kommission für Frieden und Ökologie) begleitet werden. Dort sollten nach Vorstellungen internationaler Energieunternehmen drei Flüsse vereinigt werden, um deren gesammelte Wasserkraft in großem Stil zur Gewinn...


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