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Myanmar: Hunderte frei

Prominente Dissidenten verließen Gefängnis

Yangon (dpa/nd). In Myanmar sind am Freitag auf einen Schlag Hunderte politische Gefangene freigekommen, darunter die prominentesten Dissidenten, um deren Leben Menschenrechtler gefürchtet hatten. Viele waren zu teils mehr als 60 Jahren Haft verurteilt worden. Präsident Thein Sein erfüllte damit innerhalb von 48 Stunden die zweite große Forderung westlicher Regierungen. Am Donnerstag hatte er einen historischen Waffenstillstand mit den Karen-Rebellen geschlossen. Myanmar-Experten drängen die EU, die USA und andere Staaten, ihre Sanktionen bald aufzuheben.

Unter den 651 Entlassenen waren die 591 politischen Gefangenen, deren Freilassung Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi im Dezember gefordert hatte, berichtete der Exilsender DVB. Viele wurden aus Gefängnissen in der Provinz entlassen und machten sich am Freitag erst auf den Weg nach Yangon, in das kommerzielle Zentrum und den Sitz von Suu Kyis Nationalliga für Demokratie (NLD). Viele kündigten umgehend die Fortsetzung ihres Kampfes für mehr Demokratie an.

Frei kamen unter anderen der nach Suu Kyi prominenteste Regimekritiker Min Ko Naing (49) sowie seine Mitstreiter Htay Kywe, Zaw That Htwe, Jimmy und Nilar Thein und Ko Ko Gyi, hieß es. Min Ko Naing hatte den Studentenaufstand 1988 initiiert und war mehr als 18 Jahre im Gefängnis.

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