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Militärprozess immer wahrscheinlicher

Washington (AFP/nd). Ein Militärprozess gegen den mutmaßlichen Wikileaks-Informanten Bradley Manning wird immer wahrscheinlicher. Nach einer Anhörung im Dezember zur Überprüfung der Beweislage empfahl das Militärgericht auf dem Stützpunkt Fort Meade bei Washington jetzt, alle 22 Anklagepunkte gegen den 24-jährigen Obergefreiten aufrechtzuerhalten. Untersuchungsrichter Paul Almanza sei zu der »begründeten Annahme« gekommen, dass der Angeklagte die ihm vorgeworfenen Straftaten begangen haben könnte.

Manning wird beschuldigt, geheime Militärdokumente an die Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks weitergegeben zu haben. Die endgültige Entscheidung über einen Prozess muss nun eine übergeordnete Instanz treffen, ein Verfahren würde nicht vor dem Frühjahr beginnen. Bei einer Verurteilung wegen »Unterstützung des Feinds« droht dem Soldaten lebenslange Haft. Manning war im Mai 2010 in Irak festgenommen worden.

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