200 Wachen für 18 Insassen

Initiativen fordern die Schließung des Abschiebegefängnisses in Köpenick

  • Von Tim Zülch
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Das Abschiebegefängnis in Köpenick

Rund 220 Plätze hat das Berliner Abschiebegefängnis in Köpenick in seinen zwei drei- bzw. vierstöckigen länglichen Blöcken, umgeben von meterhohen Mauern. Das Äußere ist alles andere als einladend. Dass man auch im Inneren ein beklemmendes Gefühl bekommt, bestätigte der Leiter der Einrichtung, Stephan Lengowski, bei einer Veranstaltung der Initiative Demokratie und Toleranz im Bürgerhaus Grünau. »Immerhin habe ich ja den Schlüssel«, sagt er.

Die Initiative hatte am Donnerstagabend zu der Veranstaltung mit Gefängnisseelsorger Bernhard Fricke, Rechtsanwalt Ralf Fischer und Renate Neubert aus dem Büro des Integrationsbeauftragten in Berlin geladen.

»Es ist kein Paradies, aber wir wollen die Menschen mit offenen Armen empfangen«, sagte Lengowski und hatte sofort die Kritiker aus dem Publikum gegen sich, die das als Verhöhnung der Verhältnisse empfanden - einige gingen. Doch bestätigten auch Rechtsanwalt Fischer und Seelsorger Fricke,...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.