Werbung

Unten links

Sage keiner, dieser Präsident habe uns nichts gegeben. Nicht nur Unterhaltung. Er bereicherte auch unseren Wortschatz. »Wulffen« meint das Vollquasseln eines Anrufbeantworters, was den Stressfaktor gewaltig erhöhen kann. So hört man im politischen wie unpolitischen Berlin: »Wat wulffst du mich zu?!« Das neue Verb ist doppeldeutig, signalisiert zudem, dass man die Wahrheit und doch nicht die Wahrheit spricht. Oder, wie der Urheber formulierte: etwas »nicht geradlinig« zu sagen bzw. tun. Geradeheraus wäre: »Ich pofalla dir eine.« Diese Vokabel hat sich indes noch nicht durchgesetzt. Hingegen sind »hartzen« und »riestern« Alltagssprache. »Gaucken« war gestern. Verflüchtigt haben sich mit deren Namensgebern die vulgären Tätigkeitswörter »abwaigeln« (abzocken) und »schrödern« (rüpeln). Das aristokratische Pendent »guttenborgen« ist aber auf gutem Wege, dudennotorisch zu werden. Merke: Lingua Germaniae ist eine lebendige Sprache. Da lässt sich noch einiges hinzu merkeln. ves

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln