Hans-Dieter Schütt 16.01.2012 / Kultur

Klaviergrab

»Hedda Gabler« am Schauspiel Dresden

Ina Piontek, Christian Erdmann in »Hedda Gabler«, Dresden

Die Gespräche gehen über sie hinweg. Sie liegt auf dem Klavier. Unter weißen Lilien, die alle Schauspieler auf sie geworfen haben, wie man Blumen in ein Grab wirft. Hedda Gabler ist gestorben, an Langeweile. Schon in der ersten Szene. Der Tod ist hier: das Leben - das immer weiter gelebt werden soll, nach einem Ratschluss, den keiner so recht begründen kann. Hedda Gabler wird gleich erwachen, es ist Morgen, aber das Klavier wird sie kaum verlassen - seinem Grab hält man die Treue, mit der letzten, ersten Heimat spielt man nicht leichtfertig. Man bleibt, wo man nie hin wollte.

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