Alarm am Zinkhüttenplatz

In Duisburg streitet die LINKE über die Frage: Wohnungsabriss für ein Outlet Center?

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Zwischen lokaler Linkspartei und Linksfraktion im Rat der Stadt Duisburg ist ein offener Streit entbrannt: Dürfen für ein umstrittenes Einkaufszentrum Wohnungen abgerissen und 1000 teils hochbetagte Mieter umgesiedelt werden?

Die Duisburger LINKE redet derzeit mit gespaltener Zunge: Der Kreisverband unterstützt Mieterproteste gegen ein geplantes Einkaufszentrum, das die Ratsfraktion einstimmig mit abgesegnet hat. Es geht um das »Duisburg Outlet Village«, was übersetzt in etwa »Duisburg Absatzdorf« bedeutet. Investor Roger Sevenheck verspricht nicht weniger als eine »Riesenumwanderung« der Konsumenten in den Duisburger Norden. Das klingt gut für viele Duisburger, vor allem jene, die ihre Stadt im stetigen Niedergang begriffen sehen.

29 000 Quadratmeter neuer Einkaufsfläche sollen binnen fünf Jahren im Stadtteil Hamborn entstehen. Das »Absatzdorf« läge, was seine Fläche betrifft, im oberen Mittelfeld vergleichbarer Einrichtungen in der Region.

Doch dem Duisburger Projekt im Wege steht derzeit noch die 400 Wohnungen umfassende Siedlung am Zinkhüttenplatz. Rund 1000 teils hochbetagte Mieter müssten eine neue Bleibe suchen, wenn der Konsumtempel nebst hund...


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