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Gefahr im »Heiligtum der Wale«

Schweröl aus dem Wrack der »Costa Concordia« bedroht italienisches Schutzgebiet

  • Von Anna Maldini, Rom
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nach der Havarie der »Costa Concordia« droht jetzt eine Naturkatastrophe. Betroffen ist das Meeresschutzgebiet »Heiligtum der Wale«, das von der Toskana bis an die südfranzösische Côte d'Azur reicht. Mittendrin befindet sich die Insel Giglio.

An Bord der »Costa Concordia« befinden sich noch immer etwa 2400 Tonnen Schweröl. Wenn man bedenkt, dass vor Neuseeland schon 400 Tonnen ausgelaufener Treibstoff ausreichten, um ca. 20 000 Meeresvögel zu töten und einen langen Küstenstreifen zu verseuchen, kann man sich vorstellen, was auf die Insel Giglio zukommen kann. Nach Agenturangaben sollte bis Sonntagabend entschieden werden, wie die über zwei Millionen Liter Treibstoff - überwiegend Schweröl - abgepumpt werden können. Wenn der Wellengang nicht zu hoch wird und das Wrack weiter relativ ruhig auf dem Felsvorsprung vor dem Hafen liegen bleibt, könnte man möglicherweise innerhalb von zwei Wochen damit fertig sein.

Taucher bargen am Samstag unterdessen die Leiche einer Frau und damit das zwölfte Todesopfer. Die Bergungsarbeiten und die Suche nach den über 20 vermissten Menschen mussten am frühen Sonntagmorgen erneut unterbrochen werden, weil das Wrack sich bewegt ...


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