Die Macht der Mikrobe

Morgen wird der »Universaldilettant« Werner Schneyder 75 Jahre alt

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Wenn man Schneyder schulterstark, aufragend daherkommen sieht, weiß man: Das »y« macht’s. Aus der Massenware Schneider wurde so die Herausgehobenheit Schneyder - ein einziger Buchstabe, und die Welt des Durchschnitts ist überwunden.

Werner Schneyder ist angriffslustig, kraftbewusst, professionell im Streitvermögen. Der gewachsenen Macht der Zerstreuungsindustrien begegnet er mit der Unbesorgtheit eines Ausgesorgten: Er schimpft sich frei, besonders gern natürlich in seiner Heimat Österreich, dieser »Isolierzelle, in der man schreien darf«. Dabei lässt er sich freilich nicht die Noblesse nehmen, vor allem nicht sein literarisches Niveau, das Wiener Caféhäusern (denen von früher, wohlgemerkt!) offenbar näher steht als jener fragwürdigen Moderne, in der die Entgrenzung zwischen Kultur und Warenwelt immer bösere Maße annimmt.

Im Jahre 1995 gab er seinen kabarettistischen »Abschiedsabend«. Wer ihn erlebte, sah einen Mann im Maßanzug,...

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