Abu-Jamal in Isolationshaft

Johanna Fernandez über die Haftbedingungen des US-Amerikaners

Die Todesstrafe für den afroamerikanischen Journalisten Mumia Abu-Jamal ist abgewendet, das Urteil lautet nun auf lebenslange Haft. Johanna Fernandez, Geschichtsprofessorin, unterstützt den seit 1981 Inhaftierten seit vielen Jahren. Jetzt ist sie Sprecherin seines Anwaltsteams. Bei ihrem jüngsten Besuch in Berlin sprach mit ihr Birgit Gärtner.

Johanna Fernandez

nd: Seit Anfang der Woche sammeln Unterstützer Mumia Abu-Jamals Unterschriften dafür, dass er in den Normalvollzug verlegt wird. Geht es Abu-Jamal nach der Umwandlung der Todesstrafe in lebenslange Haft nicht besser?
Fernandez: Lebenslange Haft bedeutet in den USA tatsächlich bis ans Ende des Lebens. Und das ist, da zitiere ich Mumia: Todesstrafe auf Raten. Ein Sieg für Mumia wäre es, wenn er aus der Haft entlassen würde und Sie mit ihm selbst statt mit mir sprechen könnten. Trotzdem, zum ersten Mal in der Geschichte des Falls Mumia Abu-Jamal agieren wir nicht unter der schrecklichen Bedrohung der möglichen Hinrichtung. Das ist eine solche Erleichterung, die in Worte zu fassen mir schwer fällt. Aber bis zum Sieg gibt es noch viel zu tun. Zunächst müssen wir die Überstellung in den normalen Strafvollzug durchsetzen.

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