Martin Kröger 02.02.2012 / Berlin / Brandenburg

Initiativen klagen Untätigkeit gegen Rechts an

Rund 400 Besucher auf Veranstaltung zum neonazistischen Label »NW-Berlin« in Kreuzberg

Quelle: Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR)

Wie in der US-amerikanischen Fernsehserie CSI muss man sich die Tatortarbeit der Berliner Polizei nach rechtsextremen Anschlägen offenbar nicht vorstellen. »Da werden keine Handschuhe ausgepackt und Spuren gesichert«, sagt der Rechtsanwalt Sven Richwin. Nach fünf Brandanschlägen im Juni 2011 hatte Richwin, der Opfer vertritt, selbst zum Hörer gegriffen und beim Landeskriminalamt (LKA) angerufen. Er wollte die Ermittler alarmieren und Strafanzeige stellen. Statt der Anti-Rechts-Experten vom LKA kamen jedoch nur zwei Beamte des lokalen Abschnitts zum Tatort - und das erst nach zwei Stunden. Den Anwalt wundert es deshalb nicht, dass bis heute kein einziger Täter zu den neonazistischen Anschlägen geschnappt werden konnte und alle Verfahren eingestellt wurden.

Doch die Betroffenen des rechten Terrors wollen die Untätigkeit und das dilettantische Vorgehen der Polizei und der Staatsanwaltschaft nicht mehr länger hinnehmen. Rund 400 Intere...

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