Katja Herzberg 20.02.2012 / Politik

Kein Verbrechen rechtfertigt ein neues

Völkerrechtler und Historiker diskutierten über die Rechtmäßigkeit der »Vertreibung«

Wissenschaftler aus Deutschland, Polen und Tschechien erörterten an der Freien Universität Berlin, ob die zwangsweise Umsiedlung von Deutschen durch das Potsdamer Abkommen von 1945 Unrecht war.

Mit einem Moment der Stille begann am Freitagmorgen eine Tagung zu einer noch immer emotional geführten Debatte. Es ging um die Rechtmäßigkeit der Vertreibung von Deutschen aus Gebieten des heutigen Polens und Tschechiens am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Opfer dieser »menschlichen und nationalen Katastrophe« sollten nicht vergessen werden, sagte Christoph Koch, Professor für Indogermanistik an der Freien Universität Berlin, bei der Eröffnung der zweitägigen Konferenz mit dem Titel »War die ›Vertreibung‹ Unrecht?« Er bat die Anwesenden, sich zu erheben.

Nachdem die rund 100 Teilnehmer, die der Einladung Kochs und der Mitveranstalter - wie der Deutsch-Polnischen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland (DPAG) und der Deutsch-Polnischen Akademischen Gesellschaft - gefolgt waren, inne gehalten hatten, dauerte es nicht lange, bis auch unter den Historikern und Völkerrechtlern erste Kontroversen aufbrachen.

Dabei war unstrittig, ...

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