DKP oder Professur

Vor 40 Jahren wurde der Münchener Horst Holzer Opfer des »Radikalenerlasses«

  • Von Rudolf Stumberger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der »Radikalenerlass« von 1972 betraf verschiedene Berufsgruppen. Der profilierte, gesellschaftskritische Sozialwissenschaftler Horst Holzer wurden nach Bekanntwerden seiner DKP-Mitgliedschaft gleich an mehreren Universitäten abgelehnt.

Aufruf zu einer Solidaritätsveranstaltung mit Horst Holzer in München im Dezember 1976.

Warum applaudieren die Unterdrückten auch noch ihren Unterdrückern? Und lesen »Bild«-Zeitung oder sehen fern? Oder anders gefragt: Was sind die Gebrauchswerte, die die Menschen aus dem Nutzen von Massenmedien ziehen? Eine der Antworten, die Horst Holzer gab, war: Die Menschen nutzen diese Medien, um so gegenüber den Belastungen und Zumutungen ihrer sozialen Lage eine Entlastung zu finden.

Dieser Befund wäre an sich noch nicht so schlimm gewesen. Schlimmer waren Sätze wie: »Das vorliegende Buch unternimmt den Versuch, gesellschaftliche Kommunikation und deren spezifische Erscheinungsform im Gesellschaftssystem der BRD historisch-materialistisch zu bestimmen.« Das waren Sätze, angesichts derer so manche Menschen im weißblauen Freistaat in den 1970er Jahren rot sahen. Als sie 1976 auf den Umschlag des Buches »Kommunikationssoziologie« gedruckt wurden, war der Sozialwissenschaftler Horst Holzer bereits eines der prominentesten Opfer de...

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