Ein Tag nazifrei

Tausende feiern das Ende des größten Naziaufmarsches in Dresden und demonstrieren gegen sächsische Demokratiedefizite

  • Von Hendrik Lasch, Jörg Meyer und Markus Drescher
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Zehntausend Menschen demonstrierten in Dresden gegen die »sächsischen Zustände«, gegen die Kriminalisierung von Nazigegnern. Und sie feierten: Vom braunen Großaufmarsch war nach den Blockaden 2010 und 2011 in diesem Jahr nichts zu sehen.

An diesem Samstag fällt alles kleiner aus als im vergangenen Jahr. Weniger Busse mit Demonstranten, kleineres Polizeiaufgebot und das Erfreulichste: Die Anzahl der Nazis, die sonst Jahr für Jahr am Jahrestag der Bombardierung Dresdens ihren Geschichtsrevisionismus auf die Straße trugen, ist gleich Null. Dresden nazifrei. Drei Jahre hat es gedauert, bis der Name des antifaschistischen Bündnisses Realität und Europas zwischenzeitlich größter Naziaufmarsch geknackt wurde.

Und trotzdem kommen 10 000 Protestierer aus der ganzen Republik in die sächsische Landeshauptstadt. Der Hauptbahnhof, der im vergangenen Jahr weiträumig und hermetisch abgeriegelt war, weil dort ein paar Tausend Nazis vergeblich darauf warteten loszulaufen, ist der Treffpunkt. Dort, wo die Nazis 2011 im Kampf um Dresdens Straßen ihre zweite herbe Niederlage in Folge einstecken mussten, feiern die Antifaschisten ihren Sieg.

Anfangs noch etwas müde, denn für viele w...

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