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Unbekannter Soldat im Schnee

Verschiedenes über Polens Kriegsbeteiligung

  • Von Julian Bartosz, Wroclaw
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Manchmal, wie gerade jetzt, häufen sich Meldungen, denen man entnehmen kann, wie sich die Teilnahme Polens am »Kreuzzug gegen den Terrorismus« (Bush jr.) auf das politische Geschehen und auf menschliche Schicksale auswirkt.

In der vergangenen Woche fand eine Forststreife in der Hohen Tatra einen halb toten Mann. Er lag fast erfroren in einer Schäferhütte und schaute seine Entdecker mit leeren Augen an. Auch im Krankenhaus in Zakopane, wohin er gebracht wurde, zeigte er keine Reaktion. Erst nachdem im Fernsehen sein Bild gezeigt worden war, worauf ihn seine Familie aus Wegorzewo erkannte, wusste man, dass es sich um den 36-jährigen ehemaligen Soldaten Wlodzimierz N. handelt, der im Irak-Feldzug gekämpft hatte und nach seiner Verabschiedung aus dem Dienst zu Hause umherirrte. Das Verteidigungsministerium ließ ihn in die Warschauer Militärklinik verlegen, wo er in der Psychiatrie langsam zu sich kommt. Auffallend war, dass er, zuvor sprachlos, erst nach der Anrede in arabischer und englischer Sprache antwortete. Ärzte diagnostizierten: »Kampfstress« und »Depressio...


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