Frohe Zukunft hinter Gittern

Sachsen-Anhalt will die Zahl der Gefängnisse im Land reduzieren

  • Von Hendrik Lasch, Magdeburg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Sachsen-Anhalt gibt es künftig nur noch drei Gefängnisse; fünf kleinere Knäste werden geschlossen. Während über die Standorte Klarheit herrscht, vermisst die LINKE ein Gesetz über die Modalitäten des Strafvollzugs.

Die Botschaft war deutlich: Im Beisein des Ministerpräsidenten stellte Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb (SPD) in dieser Woche ihre Pläne für die Neuordnung des Strafvollzugs im Land vor. Das Vorhaben hatte zuvor für Zank in der CDU/SPD-Koalition gesorgt; selbst Staatssekretäre gerieten in Streit. Zudem wurden mehrere Varianten in Umlauf gebracht.

Der Plan, dem nun auch CDU-Regierungschef Reiner Haseloff das Plazet gegeben hat, sieht eine deutliche Reduzierung der Zahl der Gefängnisse vor: Künftig soll es statt acht nur noch drei Justizvollzugsanstalten im Land geben. Der Strafvollzug wird konzentriert auf die Standorte in Burg, wo in Form einer öffentlich-privaten Kooperation erst vor drei Jahren ein neues Gefängnis eingeweiht worden war, sowie Raßnitz und Halle.

Proteste in Halle

Die Einrichtung im Hallenser Stadtteil Frohe Zukunft soll auf 900 Haftplätze aufgestockt werden - gegen aufflammenden Protest von Anwohner...

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