Santeria und Sozialismus

Eine Reise nach Kuba wirft für interessierte Neulinge viele Fragen auf

  • Von Jörg Meyer, Havanna
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.
Eine Grenze zwischen Luft, Land und Wasser: Sonnenuntergang am Malecon

Sie ist nicht nur optisch eine Stadt der Gegensätze. Die einst prächtigen, zwei- oder dreistöckigen Kolonialbauten in der kubanischen Hauptstadt Havanna sind mit den Jahrzehnten verfallen. Bei manchen fehlt das Dach, bei einigen das gesamte obere Stockwerk, viele haben Holz statt Glas in den Fensterrahmen, der Putz fällt von den Wänden - manchmal fallen die Wände auch gleich ganz um. Bei einigen ist aus Brettern oder Mauersteinen ein neues Stockwerk oben aufgebaut worden. In den noch unsanierten Vierteln, und davon gibt es viele, dominieren die Farben grau, braun, beige. Doch es wird viel gearbeitet. An allen Ecken und Enden besonders der Altstadt von »La Habana« stehen Baugerüste, werden Fassaden in tiefem Blau, sattem Grün oder fast grell in der hellen Sonne leuchtendem Orange angemalt. Touristenschick und Verfall nebeneinander.

Morgenspaziergang

Manchmal müssen die Autos auf dem achtspurigen Malecon bremsen, wenn die Wellen di...


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