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Piëch hat Pflichten als Aufsichtsrat verletzt

Stuttgart (dpa/nd). VW-Patriarch Ferdinand Piëch hat einer Gerichtsentscheidung zufolge seine Pflichten als Aufsichtsrat der Porsche SE während der Übernahmeschlacht beider Unternehmen verletzt. Im Gespräch mit Journalisten im Mai 2009 auf Sardinien habe Piëch sinngemäß gesagt, er habe sich keine Klarheit über die Risiken der Optionsgeschäfte von Porsche verschaffen können und wisse nicht, wie hoch die Risiken seien, teilte das Oberlandesgericht Stuttgart am Mittwoch mit. »Nimmt man diese Äußerungen beim Wort, hatte Dr. Piëch damit eine schwerwiegende Pflichtverletzung belegt, denn zu seinen Kardinalpflichten als Mitglied des Aufsichtsrats gehörte die Erfassung und Beurteilung bedeutsamer Geschäfte der Porsche Automobil Holding SE.« Porsche hatte versucht, den deutlich größeren Konkurrenten Volkswagen auch mit Hilfe komplizierter Finanztransaktionen zu übernehmen. Doch die Schwaben hatten sich dabei verhoben und einen massiven Schuldenberg angehäuft.

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