Sternmarsch zur Vergrämung

Chemnitz will sich am »Friedenstag« gegen Nazidemo wehren / Rechte Szene fest etabliert

  • Von Hendrik Lasch, Chemnitz
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Chemnitz will einen Naziaufmarsch am 5. März, dem Jahrestag der Zerstörung, nicht dulden. Bürger rufen zum Protest in einer Stadt, in der die rechte Szene fest etabliert ist.

Vorgestern hat nun auch in Chemnitz ein Laden eröffnet, der die Modemarke »Thor Steinar« verkauft, ein Label, das in der rechten Szene sehr populär ist. Das sei kein Zufall, sagt Sabine Zimmermann, DGB-Chefin in Südwestsachsen und Bundestagsabgeordnete der LINKEN: Die Nazis verfügten über »gut ausgebaute und ernst zu nehmende Strukturen« in der Stadt. Belege bietet das Internetportal »wachsam-in-chemnitz.de«, das der DGB hat erarbeiten lassen und das Zimmermann jetzt vorstellte.

Zu dieser Szene gehören nicht nur gewaltbereite freie Kräfte sowie Musiklabels und Versandgeschäfte, aus deren Dunstkreis auch die drei Aktivisten des »Nationalsozialistischen Untergrunds« unterstützt und mit Wohnungen versorgt wurden. Sie lebten längere Zeit in Chemnitz, bevor sie zur »Zwickauer Zelle« wurden.

Schulungsheim der NPD

Genannt werden auf dem Portal neben der NPD, die unlängst in der Stadt ein Schulungszentrum eröffnete, auch eine einst sehr...

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