Von gleichen Verhältnissen noch weit entfernt

Hallenser Wirtschaftsforscher rechnen mit jahrzehntelangem Aufholprozess des Ostens

  • Von Harald Lachmann
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Das Führungstandem des Hallenser Wirtschaftsforschungsinstituts IWH, Oliver Holtemöller und Jutta Günther, rechnet mit einem noch Jahrzehnte andauernden schwierigen Aufholprozess des deutschen Ostens. Die Politik könne dafür nur Rahmenbedingungen setzen, wachsen müssten die Unternehmen durch eigene Innovationen von allein, so die beiden.

Auch im Jahr 22 der deutschen Einheit sieht es nicht danach aus, dass der Osten wirtschaftlich zum Westteil der Republik aufholt. Was wie linker Zweckpessimismus klingt, ist für Oliver Holtemöller nüchterne Realität. Der junge Chef des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle/Saale (IWH) konstatiert, dass beide Landesteile »aus ökonomischer Sicht noch meilenweit von gleichen Verhältnissen entfernt« seien. Die Lücke werde »noch lange klaffen, sicher mehrere Jahrzehnte«, sagt er.

Holtemöller sieht sowohl bei der Produktion als auch der Produktivität den Osten noch um fast 30 Prozent dem Westen nachhinken. Und internationale Studien besagten, dass sich solch eine Lücke »jährlich nur um etwa zwei Prozent schließt«. So habe es nach dem amerikanischen Bürgerkrieg »über hundert Jahre gedauert, ehe der Süden auf 90 Prozent des Einkommens des Nordens kam«.

Nicht weniger pessimistisch äußert sich die Chefin für Strukturökonomik, Jutta Gün...

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