Peter Liebers, Weimar 05.03.2012 / Wirtschaft und Umwelt

Diagnose Kinderarmut

Kinder- und Jugendärzte fordern Frühförderung statt »Herdprämie«

Die Kinderarmut bewegt sich in Deutschland weiter auf erschreckend hohem Niveau. Dieses Thema beschäftigte auch die Teilnehmer des 18. Kongresses des Verbandes der Kinder- und Jugendärzte (bvkj).

Den jüngst von der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Zahlen, denen zufolge die Kinderarmut bei den unter 15-Jährigen seit September 2006 um über 13 Prozent zurückgegangen ist, begegnen Kinder- und Jugendärzte mit großer Skepsis. Schließlich sei in diesem Zeitraum auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen zurückgegangen, betonte Verbandspräsident Dr. Wolfram Hartmann am Sonnabend in Weimar. Da seien Zahlen wohl manipuliert worden, mutmaßte er. Denn nach den Berechnungen der Sozialverbände sei jedes siebente Kind in Deutschland als arm zu bezeichnen. Auf »nd«-Nachfrage erläuterte Hartmann, dass sich hinter den offiziellen Zahlen eine große Dunkelziffer verberge, da sie nur die Hartz-IV-Empfänger umfassen. Die Kinder aus jenen Familien, die wegen geringer Einkommen teilweise von noch weniger Geld leben müssen, blieben dabei unberücksichtigt.

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