Werbung

Wenn nur der Platz nicht wär

Deutsche Männer verpatzen den Sprint, sehen sich nach der Verfolgung aber wieder im Aufwind

  • Von Oliver Händler, Ruhpolding
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

»Hey, komm zurück!«, rief Mark Kirchner seinem Athleten hinterher. Arnd Peiffer bremste, schaute ungläubig seinen Trainer an und trottete dann doch zurück. Beim Anschießen zum Verfolgungswettkampf einer Biathlon-WM werden die Schießbahnen nach den Leistungen aus dem Sprint auf die einzelnen Nationen verteilt. Nach einem verkorksten Samstag mussten die deutschen Männer auf Bahn 12. Elf Nationen hatten bessere Athleten. »So weit hinten? Ganz schön ungewohnt«, sagte Peiffer schmunzelnd. Trainer Kirchner konnte sich kaum halten vor Lachen. Humor ist doch die beste Strategie zur Problembewältigung.

Auch wenn Peiffer und Co. den großen Rückstand auf die Medaillenränge am Sonntag nicht mehr gutmachen konnten, zeigten Simon Schempp mit Rang neun, Andreas Birnbacher (12.) und Peiffer (17.), dass sie doch noch Anschluss zur Weltspitze haben. »Das war eigentlich ein guter Tag für uns. Fast alle konnten sich verbessern und mit den anderen mithalten«, zog Peiffer ein positives Fazit auch seiner eigenen Leistung: »Im Laufen hat es heute gut funktioniert. Null Fehler stehend waren ein schöner Abschluss. Das ist ein Wettkampf, der mir wieder Auftrieb gibt. Über 20 Kilometer am Dienstag will ich dann komplett fehlerfrei schießen.«

Besonders Schempp hatte das Wochenende mit der einzigen Top-Ten-Platzierung noch versöhnlich gestaltet. »Wenn man von Platz 19 auf neun läuft, muss man sehr zufrieden sein. Den zwei Fehlern hinterherzutrauern, wäre müßig«, sagte der 23-Jährige.

»Für eine Medaille hätte einer von uns heute höchstens einen Fehler schießen dürfen«, analysierte Kirchner, »und Anton Schipulin hat gezeigt, dass es möglich war. Trotzdem war das wieder mal ein Rennen auf Augenhöhe. Wir haben nicht mal zum Weltmeister Zeit verloren.«

Arnd Peiffer war von Rang 37 chancenlos ins Rennen gegangen. »Das hat aber auch den Vorteil, dass der Erwartungsdruck nicht mehr so hoch ist«, sagte er. »Außerdem war ich gleich mit starken Läufern zusammen und sah früh, dass die Form passt. Vom Spaßfaktor ist es hinten gar nicht so schlecht«, bewies Peiffer auch nach dem Rennen Humor. Doch auch er musste hinzufügen: »Wenn nur der Platz nicht wär!«

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen