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Atommüll in Brunsbüttel versiegelt

Kiel (dpa/nd). Der Energiekonzern Vattenfall ist der ersten Behördenauflage zur Sicherung des unterirdischen Atommülllagers auf dem Gelände des stillgelegten Kernkraftwerks Brunsbüttel nachgekommen. Die Kavernen seien inzwischen mit Betonriegeln abgedeckt und zudem versiegelt worden, teilte eine Konzernsprecherin am Donnerstag in Hamburg mit. Außerdem wurde eine Aerosol-Messstelle an den sechs Kavernen installiert, um eventuell austretende Radioaktivität feststellen zu können. Geplant ist zudem der Einsatz eines Kamerasystems in den Kavernen zu deren Überprüfung. Dort gibt es nach Angaben der Kieler Atomaufsicht eine Strahlenbelastung von bis zu 500 Millisievert je Stunde - das ist das 25-Fache der gesetzlich zugelassenen Dosis für Mitarbeiter in Kernkraftwerken. Bereits am 15. Dezember war ein durchgerostetes Atommüllfass aufgefallen, Vattenfall hatte das Ministerium jedoch nicht umgehend informiert. Erst der TÜV Nord stellte das Problem bei einer Kontrolle am 10. Januar fest und machte die Atomaufsicht darauf aufmerksam. Das Ministerium schließt nicht aus, dass weitere Fässer mit Atommüll in Brunsbüttel schadhaft sind.

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