Betriebsärzte für die Seele

Eine Studie verweist auf eine bisher kaum genutzte Chance zur Hilfe bei psychischen Erkrankungen

  • Von Eckart Roloff
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Zwar werden sie immer häufiger, doch haben nach wie vor viele Arbeitnehmer Angst, sich deswegen krank schreiben zu lassen: psychische Erkrankungen.

Alle paar Tage berichten die Medien darüber: Wie stark psychische Erkrankungen in letzter Zeit zugenommen haben und wie negativ das für das Berufsleben ist. Auch die IG Metall hat darauf in ihrem Jahrbuch 2012 hingewiesen (nd berichtete). Deren Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban sieht dieses Thema als »zentrale Herausforderung der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts«.

Arbeitnehmer, die etwa wegen Depressionen, ständiger Überlastung oder Suchtproblemen wochenlang fehlen, haben persönliche Schwierigkeiten und sind zudem von der Kündigung bedroht. Müsste man nicht zudem alles tun, um die enormen Fehlzeiten zu senken? Schließlich verursachten diese Krankheiten allein im Jahr 2008 in Deutschland Kosten von fast 29 Milliarden Euro.

Nützlich und naheliegend wäre es, jene Mediziner damit zu befassen, die in vielen mittleren und großen Unternehmen rasch greifbar sind: die Betriebs- und Werksärzte. Doch: »Bisher gibt es wenige Daten dazu, wi...

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