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Bildungsrauschen

Hochschule soll sich öffnen

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Frauen und Ältere an die Arbeit! So könnte man die Studie eines Expertengremiums der Bundesregierung lesen. Laut www.sueddeutsche.de (bit.ly/wwbswM) muss sich die Hochschule Älteren und Frauen öffnen, damit der Fachkräftemangel behoben werden kann.

Tante Polly ist nüchterner: »Eines wird geflissentlich unterschlagen : Es geht bei allem nicht um die Menschen und schon gar nicht um die Kinder oder gar Bildung, es geht um marktkompatible Lebensgestaltung und somit um Ausbeutung.« Nach kontrabeurteiler »hat man genug Kandidaten, sobald für Berufe des dualen Ausbildungssystems wieder leistungsgerechte Löhne bezahlt werden. Die Herren Manager haben noch nicht begriffen dass sie zur Wertschöpfungskette den geringsten Teil beitragen aber den größten Anteil bekommen.« Dodo82 kritisiert: »Drei Betriebswirtschaftler, zwei Wirtschaftswissenschaftler und ein Physiker - das sind die sogenannten Bildungsexperten der Kommission. Ich würde mich freuen, wenn einmal Bildungsphilosophen zu Bildungsthemen befragt würden. ›Bildung‹ ist in erster Linie ein anthropologisches und ethisches Phänomen und zeigt erst in zweiter ein beobachtbares Verhalten. Sie selbst kann nicht empirisch erfasst werden und ist kein Mittel für ökonomische Zwecke sondern die existenzielle Beziehung einer Person zur Welt und zu sich selbst. Bildung behandelt also Fragen der Lebenskunst, soll zur Mündigkeit befähigen und zur Kritik.«

Auch auf www.zeit.de (bit.ly/wRIzVk) sieht man Deutschland ins »wirtschaftliche Abseits« driften. Kommentar.Zeit widerspricht: »Eben nicht. Schon mit Öffnung der Hochschulen für Meister blieb der erwartete Sturm aus. Gleiches wird auch bei der Öffnung für Gesellen und ältere Arbeitnehmer geschehen. Nicht die Studienberechtigung ist das Problem sondern die fehlende Versorgungssicherheit für die, die über den zweiten Bildungsweg kommen. Wer Meister ist oder lange Jahre im Beruf verbracht hat, wird seine Position nicht aufgeben können, um zu studieren. Weder reicht das Bafög noch hätten viele der Berufserfahrenen Anspruch. Studieren bleibt in Deutschland ein großer Luxus, dessen Kosten man sich kaum ansparen kann, da hier fast nur Dumpinglöhne gezahlt werden.«

naemberch protestiert: » Wieder Mal die alte Mär vom Fachkräftemangel! Fakt ist: die Löhne für Fachkräfte steigen nur unterdurchschnittlich; die meisten angebotenen Stellen sind Dienstleistungsstellen; ein großer Teil der Stellen ist befristet; ältere Arbeitnehmer (ab 40) werden nach wie vor freigesetzt; deutsche Fachkräfte wandern ins Ausland ab. Bei einem Fachkräftemangel dürfte keine dieser 5 Fakten bestehen, nicht einmal im Ansatz: also ist der Fachkräftemangel eine Arbeitgebererfindung.«

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