Brüssel lässt Ostdeutschland allein

Kaum Aussicht auf EU-Unterstützung für eine »demografische Brücke« zur Verhinderung des Lehrermangels

  • Von Kay Wagner, Brüssel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In den neuen Bundesländern werden die Lehrer knapp. Die EU, die Strukturanpassungen in anderen Bereichen finanziell unterstützt, will aber nicht helfen: Bildung ist vor allem Ländersache.

Man wird den Kultusministern der ostdeutschen Länder später nicht vorwerfen können, dass sie es nicht versucht hätten: Mit der Bitte um Unterstützung durch die EU waren Mathias Brodkorb aus Mecklenburg-Vorpommern und Christoph Matschie aus Thüringen auch im Namen ihrer Kollegen aus Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt nach Brüssel gereist, um dort für ein dringendes Anliegen des ostdeutschen Schulwesens zu werben. Nämlich um Unterstützung in der Krise, die sich durch den demografischen Wandel im Schulwesen abzeichnen wird.

Ganz konkret geht es um Lehrer. Sie werden bald Mangelware sein in den neuen Bundesländern. Knapp 50 Prozent der derzeit aktiven Schulpädagogen sind 50 Jahre und älter, gerade mal zwölf Prozent jünger als 40 Jahre. Die Zahlen, die Sachsens Staatsminister Roland Wöller bei einer Veranstaltung in die Landesvertretung seines Freistaats in Brüssel bei der EU vorlegte, verdeutlichten Problem: Scheiden die älteren au...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.