Werbung

Frauenquote in Aufsichtsräten

Potsdam (dpa). Brandenburgs Gleichstellungsbeauftragte Friederike Haase will eine Frauenquote in Chefetagen von Unternehmen mit Landesbeteiligung. Hintergrund ist der nach wie vor geringe Anteil von weiblichen Führungskräften. Von den 59 Aufsichtsräten, die das Land Brandenburg besetzt, sind derzeit 17 Frauen. Gegenüber April 2010 ist dies lediglich eine Steigerung von 1,54 Prozent. Haase zeigte sich zuversichtlich, bei Finanzminister Helmuth Markov (LINKE) Gehör zu finden. »Ich bin mir sicher, dass die Quote in Brandenburg ab der zweiten Hälfte der Legislaturperiode ein Thema sein wird und werde mich dafür einsetzen«, sagte sie am Donnerstag anlässlich des Internationalen Frauentags.

Derzeit liegt der weibliche Anteil in den vom Land Brandenburg besetzten Aufsichtsräten bei 28,8 Prozent. Bis Juli 2012 sollte er auf 30 Prozent steigen, berichtete Haase. Das erscheine ihr aber ausgeschlossen. Im Landtag sieht es dagegen besser aus: Mit 40,9 Prozent Frauen unter den Abgeordneten schneidet Brandenburg im bundesweiten Vergleich recht gut ab. Noch besser sieht es bei den Bundestagsabgeordneten aus: Die Hälfte aller Mandate aus Brandenburg für den Bundestag haben laut Haase Frauen. Auch bei der Wissenschaft steht Brandenburg gut da: Bei Promotionen und Habilitationen beträgt der Frauenanteil 43 beziehungsweise 46 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei lediglich 23 Prozent. In der brandenburgischen Wirtschaft bewegt sich der Frauenanteil auf der Führungsebene bei bloß 29 Prozent. Das ist aber immer noch besser als in Westdeutschland, wo es 24 Prozent sind.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!