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Landesbank will nach Verlusten schrumpfen

Für 2011 wird keine Dividende ausgeschüttet

(dpa). Trotz eines stabilen Kundengeschäfts ist die Landesbank Berlin (LBB) im vergangenen Jahr nach Steuern in die Verlustzone gerutscht. Grund dafür sind vor allem hohe Abschreibungen auf Anleihen aus Griechenland, wie das sparkasseneigene Kreditinstitut am Donnerstag mitteilte. Um die erwarteten strengeren Regeln der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) erfüllen zu können, wolle die LBB »kleiner werden und ihre Bilanzsumme erkennbar abschmelzen«, sagte Vorstandschef Johannes Evers bei Vorlage der Bilanz 2011 in Berlin. Für 2011 wird keine Dividende gezahlt. Im Jahr zuvor hatte die LBB noch 140 Millionen Euro ausgeschüttet.

Unterm Strich schloss die LBB das Geschäftsjahr mit einem Verlust von 79 Millionen Euro ab. Im Jahr zuvor hatte sie noch ein Gewinn von 265 Millionen Euro geschrieben. Vor Steuern kam die Bank auf ein positives operatives Ergebnis von 41 Millionen Euro nach 317 Millionen Euro im Jahr 2010. Der Zinsüberschuss stieg von 725 Millionen um rund ein Drittel auf 951 Millionen Euro.

Die Bilanzsumme, die das Geschäftsvolumen der Bank widerspiegelt, lag kaum verändert bei 131 Milliarden Euro. Evers strebt an, sie möglichst bald auf etwa 100 Milliarden zu drücken. Dies hängt mit den höheren Anforderungen der EBA an das Eigenkapital zusammen. Evers erwartet, dass die LBB bereits Anfang 2013 »eine Mindestquote für das Kernkapital von neun Prozent plus Puffer« erfüllen muss. Ohne zusätzliche Maßnahmen könnte die LBB unter diese neun Prozent rutschen.

Die LBB will den höheren Eigenkapitalbedarf aus eigener Kraft schultern. Dazu sollen alle Aktivitäten außerhalb des Kundengeschäfts verringert werden.

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