Notstand auf der Reichen-Insel

Auf Sylt gibt es viele Luxusdomizile und Zweitwohnsitze - für die Einheimischen fehlen Quartiere

  • Von Martina Scheffler, dpa
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Wohnraum auf Sylt - ein teures, weil knappes Gut. Leisten können sich das oft nur reiche Festländer. Wo bleiben die Insulaner, fragen Demonstranten in Westerland. Was getan werden kann, wird getan, sagt die Bürgermeisterin der Gemeinde Sylt. Manchem reicht das nicht.

Westerland. Eine Insel mit immer weniger Einheimischen, ein Exodus der Alteingesessenen wegen der hohen Preise für Dauerwohnraum - es ist ein düsteres Bild, das die Initiatoren einer Demonstration auf Sylt zeichnen. Am Donnerstagabend protestierten nach Angaben der Veranstalter vor dem Rathaus in Westerland rund 60 Bürger gegen die aus ihrer Sicht verfehlte Wohnungsbaupolitik auf der Urlaubsinsel.

Preistreiber vom Festland

Ein Problem der Nordseeinsel ist, dass zahlreiche Wohnungen nur als Zweitwohnsitz genutzt werden. Reiche Sylt-Fans aus der gesamten Republik gönnen sich ihr Luxusdomizil auf der Insel und treiben die Preise nach oben. So lautet auch der Vorwurf der Demonstranten. Und tatsächlich: Im Sommer tummeln sich ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.