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Das »neue deutschland« im Wald

Leserwanderung am 22. April vom S-Bahnhof Hennigsdorf zur »Havelbaude« in Hohen Neuendorf

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.
Schnappschuss von der Strecke in Hennigsdorf
Schnappschuss von der Strecke in Hennigsdorf

Das brandenburgische Hennigsdorf ist ein altes slawisches Fischerdorf, dass 1962 Stadtrecht erhielt. Zu den Symbolen im Wappen gehören eine Wellenlinie, die für die Lage an der Havel steht, und ein Amboss als Sinnbild für die Industriegeschichte mit Stahlwerk und Lokomotivbau. Von diesen beiden Seiten Hennigsdorfs begegnet uns etwas bei der nd-Leserwanderung am 22. April. Wir starten dann von acht bis elf Uhr am S-Bahnhof Hennigsdorf.

Ziel ist das Restaurant »Havelbaude« in Hohen Neuendorf, Goethestraße 41b. Zur Auswahl stehen eine acht und eine 14 Kilometer lange Strecke. Eine Startgebühr wird nicht erhoben. Die »Havelbaude« befindet sich im Ortsteil Niederheide, etwa 3,3 Kilometer vom S-Bahnhof Hohen Neuendorf entfernt. Es wird extra ein kleiner Shuttlebus verkehren. Allerdings lohnt es sich durchaus, den Weg von der Gaststätte zum Bahnhof zu Fuß zurückzulegen. Dabei geht es vorbei am renommierten Länderinstitut für Bienenkunde und an der Grundschule Niederheide. Die erst im vergangenen Jahr eröffnete Bildungsstätte gilt als energetisch modernste Schule Deutschlands. Solaranlagen auf dem Dach sorgen nicht nur die Selbstversorgung des Gebäudekomplexes mit Strom, sie speisen sogar noch überschüssige Energie ins Netz ein.

Die Bewältigung der kurzen Wanderstrecke sollte Rollstuhlfahrern möglich sein. Dort, wo sandige Waldwege das Fortkommen schwierig machen, bieten sich erst ein gut ausgebauter Radweg und später eine asphaltierte Zufahrt zum Wasserwerk Stolpe-Süd als Ausweichstrecke an. Der Radweg und die Zufahrt befinden sich nur wenige Meter vom eigentlichen Wanderweg entfernt. Sie verlaufen parallel.

Direkt am Hennigsdorfer Bahnhof erhebt sich das neue, runde Rathaus, dass wegen seiner modernen Architektur meist nicht auf den ersten Blick als solches erkannt wird. Wenige Meter weiter steht in einer kleinen Grünanlage ein verwittertes Denkmal mit der Aufschrift »Ehre den gefallenen Helden der Arbeiterklasse im Kapp-Putsch 1920«. Wir passieren noch das alte Rathaus, überqueren den Oder-Havel-Kanal, laufen ein paar Schritte auf dem Berliner Mauerradweg und tauchen dann in den Wald ein. Schließlich sind mit etwas Glück Wasservögel zu sichten. An Informationstafeln sind alte Zeitungen mit Naturschutzthemen angebracht. Auch zwei nd-Seiten sind dort zu sehen.

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