Zu arm, um krank zu sein

Kongress: Gesundheitskosten überfordern auch »gescheiterten« Mittelstand

Die systemische Benachteiligung armer Menschen im deutschen Gesundheitssystem ist eines der Themen, das auf dem diesjährigen Kongress »Armut und Gesundheit« in Berlin diskutiert werden.

Eigentlich sollte es in dem gestrigen Workshop um die Benachteiligung vor allem Wohnungsloser gehen, aber Hilfeeinrichtungen für diese Menschen werden zunehmend von einer neuen Klientel aufgesucht. Besonders deutlich macht das die »Praxis ohne Grenze«, die Uwe Denker, Allgemeinmediziner im Ruhestand aus Bad Segeberg, vorstellte. Denn Obdachlose gibt es in der beschaulichen Kleinstadt, die vielen als touristisches Ziel bekannt ist, nicht, durchaus aber »Mittellose«.

Denker schildert die Krankengeschichte eines 49-jährigen ehemals Selbstständigen. Dieser konnte seit Jahren seine Krankenversicherung nicht mehr bezahlen, ging also auch jahrelang nicht mehr zum Arzt. Als er sich endlich in die ehrenamtlichen »Praxis ohne Grenzen« wagte, wurde unter anderem Diabetes bestätigt, was der Patient bereits selbst über das Internet herausgefunden hatte. Jedoch musste er bald mit einem Gangrän ins Krankenhaus eingewiesen werden, der große Zeh wu...

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