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In der Namensgebung ihrer Sprösslinge sind deutsche Eltern höchst innovativ - und wagemutig. Neugeborene werden ohne Rücksicht auf deren spätere Seelennöte Albesa, Bellaphina, Chelo, Demeo, Jasra, Limar, Vander und Xanio getauft. Beliebt sind in Zeiten der globalen Orientierungslosigkeit auch nostalgische Rückgriffe in goldene Zeitalter, als Gut und Böse noch klar definiert waren: Rapunzel, Tarzan und Winnetou krabbeln und greinen unter uns. Bildungsferne Schichten ahmen, so die Namensforscher, Prominente nach und bestrafen ihre Söhne und Töchter geschlechtsneutral mit Anglizismen: Blue, Peaches, Apple, Maddox, Summer. Englisch lernen die Hartz-IV-Kids in der Schule dann trotzdem nicht. Als lernresistent geltend, werden sie aussortiert in »Werkpädagogische Klassen« und halbwöchentlich von einem Lehrer (Universalgelehrter!) in allen Fächern berieselt. Schöne Neue Welt: Alpha-Plus und Gamma-Minus reproduzieren sich fein getrennt. Das hätte Margot nicht geduldet! ves

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