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Himmelsseide

OLEG JURJEW: »V dvuch serkalach - In zwei Spiegeln«

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ich schreibe Gedichte, um zu erfahren, wovon sie handeln«, sagt Oleg Jurjew. Selbstironie, aber doch auch ein wenig wahr. Es sind die unerwarteten Entdeckungen im Reich der Sprache, die den Dichter wohl auch selber faszinieren - und denen der Leser gar nicht so schnell hinterher kommt. Man muss sich vertiefen.

So war es eigentlich auch schon in Jurjews Romanen, die man kannte: »Der neue Golem oder Der Krieg der Kinder und Greise«, zuletzt »Die russische Fracht«. Purzelbäume der Fantasie, subtile Spiegelungen - Übungen fürs eigene Gehirn.

Das klingt, als ob es anstrengend wäre. Man muss sich die Lektüre aber nicht anstrengend machen, wenn man sich zugesteht, nicht alles rational zerpflücken zu können. Warum soll man nicht den Klang der Sprache auf sich wirken lassen, die kraftvollen Bilder, die unerwarteten Vergleiche? Das geht im Russischen allerdings noch besser als im ...


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