Netzbetreiber unter Ausbaudruck

In den nächsten Jahren werden viele neue Stromtrassen gebraucht

  • Von Wolfgang Dahlmann, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Stromautobahnen sind nach der Abschaltung von Atomkraftwerken und dem Ausbau grüner Energien gefragt wie nie. Offshore-Windparks müssen angeschlossen und Strom transportiert werden. Trotz der Schwierigkeiten deuten sich erste Erfolge an.

2015 soll die erste dringend benötigte Nord-Süd-Stromautobahn ausgebaut sein. Dann könnte eine 380 000-Kilovolt-leitung zusätzlichen Strom von Windanlagen in der Nordsee bis in die großen Verbrauchszentren im Süden transportieren. Im Norden steht derweil die Netzgesellschaft Tennet unter Druck. Sie muss die Netze an Land ausbauen und gleichzeitig die Windparks auf See anschließen. Dazu ist sie gesetzlich verpflichtet. Jahrzehntelang hatten die Netzbetreiber, die damals noch zu den großen Versorgern gehörten, wenig für den Ausbau getan.

Die Ausbaustufe der neuen Westtrasse verläuft von Ostfriesland bis Koblenz am Rhein. Von da aus führen bereits zwei Höchstspannungsleitungen ins Rhein-Main-Gebiet mit Großabnehmern wie BASF und nach Baden-Württemberg zur Autoindustrie. Die Netzgesellschaft Amprion, zuständig für den Westen Deutschlands, kann den Netzausbau entspannter angehen. Sie steht nicht wie Tennet unter dem Druck der Offshore-A...

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