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Noch ein Prozess im Fall Nangar Khel

Vier polnische Soldaten weiter unter dem Vorwurf des Kriegsverbrechens in Afghanistan

  • Von Julian Bartosz, Wroclaw
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Nicht nur das Massaker an 16 afghanischen Zivilisten, am Sonntag in der Provinz Kandahar von einem US-amerikanischen Scharfschützen angerichtet, rief in Polen den Fall Nangar Khel in Erinnerung.

Am Mittwoch entschied die Militärkammer des Obersten Gerichts im Fall der sieben polnischen Soldaten, die im August 2007 sechs afghanische Zivilpersonen, darunter eine schwangere Frau und drei Kinder, in einem Dorf der Provinz Paktika getötet und weitere Personen verletzt hatten. Militärstaatsanwalt Jan Żak hatte beantragt, das Urteil des Warschauer Bezirksgerichts vom Juni 2011 aufzuheben und den Fall noch einmal zu verhandeln.

Die Beschießung des Dorfes Nangar Khel mit Maschinengewehren und Granatwerfern - so hatte das Bezirksgericht geurteilt - sei keineswegs ein Kriegsverbrechen gewesen, vielmehr hätten sich die Soldaten gegen Angriffe von Taliban gewehrt. Wenn dabei Zivilisten zu Schaden kamen, sei das ein »unglücklicher Zufall« gewesen. Jede...


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