Ingolf Bossenz 17.03.2012 / Kultur

Unter Geiern

Karl May und sein Spätwerk. Ein Symposium in Leipzig

Sie kreisen: über des »Maysters« Worten, Werken und Wirken. Seit Karl May am 30. März 1912 mit den - allerdings nur von seiner Witwe Klara bezeugten - Worten »Sieg, großer Sieg! Ich sehe alles rosenrot« in der Radebeuler Villa »Shatterhand« verschied, entgehen kein Detail, keine Notiz, kein Nebensatz den unerbittlichen und unermüdlichen Augen der Exegeten. Sie spinnen Fäden, die vorhandene Interpretationsmuster weiter verdichten, oder legen Dominosteine an, die einer neuen respektive bislang unbekannten Linie in Leben, Leiden und Literatur des sächsischen Großfantasten die Richtung weisen.

Die dominierende Richtung seiner Anhänger und Apologeten ist indes unübersehbar: Es geht darum, Karl May vom Ruch des Trivial- und Kolportageautors, vom Klischee des Abenteuer- und Jugendschriftstellers zu befreien.

Ein Anliegen, das May in seinem letzten Lebensjahrzehnt selbst vehement verfolgte - mit ebensolchem Eigensinn, wie er zuvor se...

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