Kopten-Papst gestorben

Trauer in Kairo um Schenuda III.

Kairo (dpa/nd). Tausende koptische Christen haben am Sonntag bei einem Gottesdienst in Kairo von Papst Schenuda III. Abschied genommen. Das Kirchenoberhaupt der größten christlichen Gemeinde im Nahen Osten war am Sonnabend im Alter von 88 Jahren gestorben. Aus aller Welt reisen derzeit koptische Geistliche an, um an der Beerdigung am Dienstag teilzunehmen. Wie die Zeitung »Al-Ahram« unter Berufung auf Kirchenkreise berichtete, wird er nach dem Trauergottesdienst auf eigenen Wunsch in einem Wüstenkloster im nordägyptischen Wadi Natrun begraben.

In den Ort hatte der frühere Staatschef Anwar al-Sadat den Patriarchen 1981 verbannt. Der Vorwurf lautete, Schenuda, der zehn Prozent der 80 Millionen Ägypter vertrat, habe »Zwietracht« zwischen Kopten und Muslimen gesät. Unter Präsident Husni Mubarak durfte das Kirchenoberhaupt wieder sein Amt ausüben. Schenuda war 1971 zum Papst ernannt worden.

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