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Die Welt hat sich verkleidet

Bunte Kostüme, hohle Masken und ernste Spiele, wohin man schaute - die Leipziger Buchmesse 2012

  • Von Martin Hatzius
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Am Anfang war - nein, nicht das Wort -, am Anfang war weißes Papier. Eines der Bücher, die auf der Leipziger Buchmesse sehr präsent waren, heißt »Weiße Magie«. Der Feuilletonist Lothar Müller hat eine faszinierende Kulturgeschichte des Papiers geschrieben. Dass die Erfindung des Buchdrucks ein Schlüssel war, die Klostertore des Mittelalters aufzustoßen und hinauszutreten in das Licht der Neuzeit (das etwa so gleißend gewesen sein muss wie die durchs Leipziger Glasdach schießenden Frühlingssonnenstrahlen), gehört zum Allgemeinwissen.

Wenn Müller nun der »Schwarzen Kunst«, also dem Druckhandwerk, die »Weiße Magie«, also das Medium Papier in dessen fast 2000-jährigen Gewordenheit, gegenüberstellt, erweitert er den Blick auf die Entwicklung der Schriftkultur über den Beginn des »Gutenberg-Zeitalters« hinaus. Vom Erfindungsort China aus als Fernhandelsprodukt zunächst in den arabischen Raum gelangt (wo es eine bedeutende Rolle für die ...


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