Musicboard soll 2013 kommen

(dpa). Das Berliner Musicboard, das die Hauptstadt als Musikstandort fördern will, soll im Januar 2013 starten. Eine solche Einrichtung sei im Ländervergleich »Neuland«, sagte der Chef der Senatskanzlei, Björn Böhning (SPD), am Montag. Im Haushalt ist dafür eine Million Euro vorgesehen. Durch Musik werde in Berlin jährlich eine Milliarde Euro erwirtschaftet, jedes zehnte deutsche Unternehmen der Branche sitze an der Spree, so Böhning. »Es ist heute schon ein gewichtiger Wirtschaftsfaktor.« Das konkrete Konzept für das Musicboard und der Standort sind noch offen. Weitere Gespräche mit Branchenvertretern sind geplant.

Böhning dämpfte die Erwartungen an das Musicboard, das mit einem Bruchteil des Budgets ausgestattet ist, wie etwa das Medienboard für Film und Fernsehen. Die Einrichtung solle auch nicht die bestehende Musikförderung ersetzen. Drei Schwerpunkte sind geplant: Berlin soll sich als musikfreundliche Stadt zeigen. Außerdem geht es um die Vernetzung und Kooperation der verschiedenen Akteure sowie um Förderung von jungen Musikern.

Das Musicboard könnte sich laut Böhning ähnlich für Clubs einsetzen wie das Medienboard für Kinos. Er warnte aber vor der These des Clubsterbens. Man müsse aufpassen, dass diese nicht zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung werde.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung