Grüne sehen Schwarz

Streit über ein mögliches Regierungsbündnis mit der CDU in NRW

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

»Schwarz-Grün ist für die Grünen in NRW kein Thema« - so schallte es noch am Freitag aus der Partei heraus, einen Tag, nachdem CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen eben diese Option ins Spiel gebracht hatte. Nun ist die Frage für die Grünen flugs doch virulent geworden - ausgerechnet durch ein Statement des Parteifreundes Jürgen Trittin.

Der Vorsitzende der Bundestagsfraktion hatte die »Spiegel«-Frage nach der Option Schwarz-Grün in NRW mit einem lapidaren Nein beantwortet. Die Grünen in NRW jedoch wollen sich die Option offen halten. »Ausschließeritis darf es nicht geben«, konterte der bisherige Landtagsfraktionschef Reiner Priggen und gab sich irritiert über Trittins Vorstoß.

Zwar wollten die Grünen die Koalition mit der SPD fortsetzen, nunmehr mit stabiler Mehrheit. Das sei die klare Zielvorgabe für den 13. Mai. Aber die Option Schwarz-Grün dürfe nicht von vornherein ausgeschlossen werden: »Für die nordrhein-westfälischen Grünen macht keiner den Sack zu.«

Längst ist der lange Jahre ökosozialistisch geprägte Landesverband pragmatisch gesonnen. Statistisch gesehen, kommen auf drei rot-grüne Bündnisse in den Kommunen zwei schwarz-grüne. Inoffizielle Losung: Beide großen Parteien seien in NRW strukturkonservativ, die SPD, allem offizielle...


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