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Am Samstag schließen die Filialen

Das Aus für viele Schlecker-Läden reißt auch ein Loch in die Nahversorgung / Kommunalpolitiker und Anwohner kämpfen um »ihre« Läden

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In größeren Städten nimmt die Kundschaft die Schließung von Schlecker-Filialen schulterzuckend hin. Viele Menschen nutzen die hohen Rabatte, um noch rasch Schnäppchen zu ergattern. In ländlichen Gemeinden hingegen gibt es stellenweise Protest gegen das Aus für die lokale Drogerie.

Verschwindet langsam: Schleckermarkt in Wiesbaden

Stephan Aurand hat die Hoffnung nicht aufgegeben. Er ist Bürgermeister der 6000-Einwohner-Gemeinde Diethölztal im Lahn-Dill-Kreis zwischen dem hessischen Marburg und dem westfälischen Siegen. Einen Steinwurf vom Rathaus entfernt ist dieser Tage Ausverkauf bei Schlecker. Am Samstag soll der seit 20 Jahren bestehende Laden endgültig schließen.

Damit wollen sich Bürger, Schlecker-Frauen und Kommunalpolitiker nicht abfinden. So hat in den letzten Tagen jeder zehnte Einwohner von Diethölztal eine Protestresolution gegen das Aus für den Schlecker-Markt unterschrieben und Solidarität mit den um ihren Job bangenden Schlecker-Frauen bekundet. Weil entgegen ursprünglichen Plänen durch öffentlichen Druck rund 200 Filialen vor der Streichliste genommen worden seien, hofft Aurand bis zuletzt, dass der Kelch auch an Diethölztal vorübergehen könnte. Am heutigen Freitag ist Stunde der Wahrheit. Das zentral gelegene Geschäft sei nicht nur als Nahver...


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