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Fatale Folgen eines Arztbesuches

Flüchtlinge werden in Deutschland nur in Notfällen versorgt, Illegale erhalten oft keine Behandlung

  • Von Christian Klemm
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Für Asylbewerber ist die Behandlung im Krankheitsfall nur im Notfall möglich, für illegalisierte Migranten kann ein Krankenhausbesuch zur Abschiebung führen. Ein unhaltbarer Zustand, meint eine Berliner Initiative. Sie vermittelt Ärzte an Flüchtlinge ohne Krankenkassenkarte.

Burkhard Bartholeme vom Berliner Medibüro vermittelt Ärzte, die kranke Migranten kostenlos behandeln

Mehrere Punks stehen vor der Tür und versperren den Eingang. Sie sind in Ohren und Mundwinkel gepierct, mit schwarzen Kapuzenpullovern und zerrissenen Jeans gekleidet, tragen Schirmmützen und rauchen selbstgedrehte Zigaretten. Das Büro für medizinische Flüchtlingshilfe Berlin (kurz: Medibüro) ist für nicht Ortskundige schwer zu finden. Es ist im Mehringhof des Berliner Stadtbezirks Kreuzberg beheimatet, etwas versteckt im zweiten Stock. Daneben hat sich eine Anwaltskanzlei niedergelassen, vor deren Tür ein Klient wartet.

Burkhard Bartholeme kommt leicht verspätet. Der Anästhesist ist im Medibüro aktiv. Die 1996 in der Hauptstadt gegründete Einrichtung vermittelt Asylbewerbern eine Krankenversorgung, die ihnen oft vom deutschen Gesetzgeber vorenthalten wird. Denn die Krankenversorgung der Flüchtlinge wird bundesweit durch das Asylbewerberleistungsgesetz geregelt. Und das sieht eine Behandlung nur im Notfall vor. »Zur Behandlung akut...


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