Boxer, Luden, Kommunisten

Der Filmabend der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm im Lichtblick-Kino startet in die vierte Staffel

  • Von Caroline M. Buck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Vom sperrigen Charme eines alternden Zuhälter-Poeten bis zum moralischen Ausverkauf eines Ingenieurs reicht die Bandbreite der Sujets, die die AG Dokumentarfilm vorstellt.

Die Reihe beginnt mit dem knackigen Porträt eines Hamburger Originals. Wolfgang Köhler, den Dokumentarfilmer Gerd Kroske, Regisseur der Leipziger »Kehraus«-Trilogie, bei Dreharbeiten auf St. Pauli kennenlernte, war einst ein hübscher Schlawiner aus Sachsen. Unbürgerlich wollte er sein und das Leben genießen - und verdingte sich ausgerechnet bei der Wismut. Als er feststellte, dass dreifache Lebensmittelrationen und literweise Wodka die harte Arbeit und das kasernierte Leben nicht aufwiegen konnten, ging er wieder. Und flog aus der Partei.

Wie er im Kiez von St.Pauli landete, illegal Nacktfotos verhökerte und Pornos vorführte, wie er Zuhälter wurde und eines »seiner« Mädchen gegen den Rat eines Sittenpolizisten heiratete, der fand, auf der Straße sei mit ihr doc...


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