Glut frisst sich durchs Stück

»Die Ehe der Maria Braun« nach Rainer Werner Fassbinder in der Brotfabrik

  • Von Lucía Tirado
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Was soll's, man muss überleben: Vera Moebius (l.) als Maria

Die Explosion, mit der das Stück endet, ereignet sich nur im Kopf. Im Theater erlischt nur das Licht. Regisseur Peter R. Glockner verzichtet auf den Knall. Die Inszenierung braucht ihn nicht. Die Katastrophe, auf die »Die Ehe der Maria Braun« zusteuert, ist deutlich.

Vera Moebius spielt die Hauptrolle in dem frei nach Rainer Werner Fassbinders Film von 1979 entstandenen Bühnenstück.

Hintergrund ist die Nachkriegszeit. Keine Zeit für Gefühle, heißt es in der Koproduktion mit der Brotfabrik. Maria hatte ihre große Liebe Hermann während des Krieges geheiratet. Vom Standesamt weg musste er wieder an die Front. Gefallen sei er, hieß es. Doch er kehrt überraschend aus der Kriegsgefangenschaft zurück.

Um ihn trauernd, betäubte sich Maria bei ihrer Arbeit als Bardame in einer Liebschaft zu einem amerikanischen Besatzer. Was soll's, man muss überleben. Den GI erschlägt sie, als es zwischen ihm und Hermann zum Gerangel kommt. Die Schul...


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