Kurden protestieren vor dem Europarat

In Straßburg sind Intellektuelle, Künstler und Politiker im Hungerstreik - für Frieden mit der PKK

  • Von Martin Dolzer, Straßburg
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Seit fast einem Monat befinden sich Kurden in Straßburg im Hungerstreik. Vor dem Europarat protestieren sie gegen die Kurdenpolitik der türkischen Regierung und fordern ein Ende der Isolationshaft des PKK-Führers Abdullah Öcalan.

Protestzelt der Hungerstreikenden in Straßburg

Auf dem Weg nach Straßburg denke ich an ein Gedicht des Dadaisten Hans Arp: »Die Kathedrale von Straßburg hat ein Herz«, heißt es darin. Jetzt steht vor einer zentral gelegenen Kirche ein Zelt. 15 kurdische Intellektuelle, Künstler und Politiker leben dort. Seit 29 Tagen sind sie im Hungerstreik - unbefristet, bis die Türkei Folter und Isolationshaft gegen den PKK-Führer Abdullah Öcalan beendet.

»Der Pfarrer hat uns, trotz starkem politischen Druck, einige Räume zur Verfügung gestellt, damit wir uns vor der Kälte schützen können«, erzählen mir die Hungerstreikenden bei der Begrüßung. Wochentags veranstalten sie Kundgebungen vor dem Europarat oder dem Europäischen Komitee zur Verhütung von Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung. »Wir haben uns dem unbefristeten Hungerstreik von 400 politischen Gefangenen in der Türkei, der seit Mitte Februar durchgeführt wird, solidarisch angeschlossen. Jede Woche nehmen rotierend ...


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