Werbung

Anspruch auf Teilzeit besteht nicht unbegrenzt

Urteil des Landesarbeitsgerichts

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Wollen Arbeitnehmer statt Vollzeit künftig in Teilzeit arbeiten, muss die gewünschte Arbeitszeit mit den bisherigen Aufgaben des Arbeitnehmers auch vereinbar sein. Ist dies nicht der Fall, kann der Wunsch nach einer Teilzeitbeschäftigung vom Arbeitgeber versagt werden. Das entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in einem am 12. Oktober 2011 bekannt gewordenen Urteil (Az. 6 Sa 214/11).

Mit dieser Entscheidung wiesen die Richter des Landesarbeitsgerichts in Mainz die Klage eines Abteilungsleiters auf Teilzeitbeschäftigung zurück.

Der Mann war Vorgesetzter für 16 Mitarbeiter. Als der als Abteilungsleiter tätige Mann im Betrieb eine neue Stelle fand, wollte er in Teilzeit arbeiten. Dafür hatte er den Wunsch, nur noch 14 Arbeitsstunden pro Woche und ausschließlich an den Wochenenden und in den Abendstunden zu arbeiten. Vorsorglich kündigte er seinen alten Arbeitsplatz, falls seinem Wunsch nach einer Teilzeitbeschäftigung nicht entsprochen werde. Der Arbeitgeber bestätigte die Kündigung, ohne allerdings den Wunsch nach Teilzeitbeschäftigung auch nur zu erwähnen. Dagegen klagte der ehemalige Abteilungsleiter mit der Begründung: Der Arbeitgeber hätte den Wunsch prüfen und darüber verhandeln müssen.

Dieser Auffassung widersprach das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz. Es verwies darauf, dass der Teilzeitwunsch »nicht einlassungsfähig« gewesen sei. Anders ausgedrückt: Ein Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung besteht nicht unbegrenzt.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!